Banlieues in der Schweiz?

Bundesstudie soll Problem-Ortschaften identifizieren

In immer mehr mittleren und kleineren Gemeinden der Schweiz entstehen laut einem Zeitungsbericht soziale Brennpunkte, in denen Gewalt, Schulprobleme und hohe Soziallasten vorherrschen.

Dies berichtet die «SonntagsZeitung». Laut dem Blatt kommt eine bislang unveröffentlichte Studie des Bundes zu diesem Schluss. Im Auftrag der Bundesämter für Migration (BFM) und Wohnungswesen (BWO) berechnete der Zürcher Soziologe Michal Arend erstmals für alle Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern und für Quartiere grösserer Städte den so genannten Integrationsindex.
Zermatt als sozialer Brennpunkt

Anhand von Indikatoren wie dem Anteil der Einwanderer, der Zahl renovations¬bedürftiger Altbauten oder überbelegter Wohnungen versuchte der Forscher, die kritischen Zonen der Schweiz zu ermitteln. Auf diese Weise erreichte der Lausanner Vorort Renens den schlechtesten Wert, dicht gefolgt vom Ausländerquartier zwischen der Basel- und Bernstrasse in Luzern.

Allerdings: Auf diese Weise kam sogar der Nobelskiort Zermatt steht auf die Liste – wegen des hohen Fremdarbeiter-Anteils. Ob im Rahmen der Untersuchung auch die Einwohner der ermittelten Ortschaften befragt wurden, geht aus dem Zeitungsbericht nicht hervor.