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In Rio werden die Slums eingemauert. Drei Meter hohe Betonmauern sollen um elf Elendsviertel in Rio de Janeiro gebaut werden. Die Behörden begründen den Bau mit dem Schutz vor den Wäldern – In Wahrheit geht es jedoch um die Trennung zwischen Arm und Reich.
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Weltweit läuft der Film «Slumdog Millionaire» mit grossem Erfolg. Im Entstehungsland Indien aber sind nicht alle glücklich darüber. Slumbewohner wehren sich gegen den Titel. Sie haben unter anderem ein Kino gestürmt.
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Nach der Schliessung eines muslimischen Kulturzentrums im südschwedischen Malmö sind erneut gewalttätige Ausschreitungen von Jugendlichen ausgebrochen.
Die «Locherguet-Jungs», eine Gruppe Jugendlicher aus der Unterschicht, macht seit Wochen mit Gürtelschnallen und Stangen Jagd auf GC-Fans. Bisher konnte sie niemand stoppen.

Während einer Kundgebung gegen Fremdenhass in den südafrikanischen Vorstädten (Kapstadt)

Dies ist der elfte Teil der Serie über die Banlieues, die Slums, die Villas Miseria und die Shantytowns der Welt, welche in der Wochenzeitung (WOZ) erscheint. Diesmal gibt uns ein Hintergrundbericht Einblick in die Armenviertel von Lagos.
Zwei Bannmeilengeschichten dieser Tage…

Dies ist der zehnte Teil der Serie über die Banlieues, die Slums, die Villas Miseria und die Shantytowns der Welt, welche in der Wochenzeitung (WOZ) erscheint. Diesmal gibt uns ein Hintergrundbericht Einblick in die Favelas von Rio.

Tragische Szenen heute Morgen im Pariser Vorort Villier-le-Bel. Über 1000 Polizisten fallen um sechs Uhr in die Stadt ein. Unterstützt durch Hubschrauber und schwer bewaffnet treten die vermummten Beamten Türen ein und stürmen Wohnungen. 35 Verdächtige werden à la Guantanamo mit Sack über dem Kopf und noch im Pyjama mediengerecht abgeführt. Gesucht werden angeblich die Rädelsführer der sozialen Revolte vor drei Monaten. Lächerlich. Kurze Zeit vor den Kommunalwahlen versucht Sarko so seine versprochene Kompromisslosigkeit zu demonstrieren, gekoppelt an die „integrierenden“ Massnahmen des „Plan banlieue“. Es bleibt zu hoffen, dass die MigrantInnen der Vorstädte nach diesem Angriff die Kraft haben, auf ihre Weise zu antworten. Die nächsten Nächte werden dies zeigen…
En bas les racistes!
Seit nun bereits vier Nächten kommt es in Dänemark zu Ausschreitungen zwischen jugendlichen MigrantInnen und der Polizei, die von den Medien grössteteils totgeschwiegen werden. Letzte Nacht erreichten die Unruhen einen neuen Höhepunkt und breiteten sich auf mehrere Vorstädte aus.
Bundesstudie soll Problem-Ortschaften identifizieren
Zürich Schwamendingen – Bild by: Banlieue
In immer mehr mittleren und kleineren Gemeinden der Schweiz entstehen laut einem Zeitungsbericht soziale Brennpunkte, in denen Gewalt, Schulprobleme und hohe Soziallasten vorherrschen.
Nachdem der Müll aus den Innenstädten der süditalienischen Metropolen, allen voran Neapel, grössteteils beseitigt wurde und die Medien das Interesse an der Thematik verloren haben, könnte man meinen, das Problem sei soweit gelöst. In den Armenviertel der Vorstädte türmen sich die Müllberge allerdings nach wie vor meterhoch. Eine baldige Beseitigung des Unrates ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Der Müll der Innenstädte wird vermehrt in die Vororte abtransportiert, wo keine Touristen betroffen sind und das Ansehen des Landes nicht weiterhin tangiert wird. Zudem wollen die örtlichen Behörden und die italienische Regierung bereits vor Jahren geschlossene Verbrennungsanlagen in den Vorstädten wieder eröffnen und gar neue Mülldeponien errichten, wogegen sich erbitterter Widerstand formiert.
Die Unruhen von L.A. Watts
Die Unruhen in Los Angeles 1992 begannen am 29. April 1992, als vier nicht-schwarze Polizisten, die in Los Angeles (USA) der Misshandlung des Afroamerikaners Rodney King beschuldigt worden waren, von einem Gericht freigesprochen wurden.
Bilanz:
-Über 1 Milliarde Dollar Sachschäden
-53 bekannte Todesfälle
-20 000 Polizeikräfte, unterstützt durch Nationalgarde, US Marines
und US Army im Einsatz
-Mehr als 7000 Verhaftungen
45’000 Jobs in Vorstädten schaffen
Die französische Regierung legt einen Plan für die Problemviertel vor. Zur Senkung der Arbeitslosigkeit sollen 20′000 neue Unternehmen in den Banlieus angesiedelt werden.

Eine kleine Zusammenstellung von Filmen, Musik, Videos, Literatur und Berichten zu den französischen Citées..
Solidarität mit den diskriminierten BewohnerInnen der Vorstädte Frankreichs!
„Opérations coup de poing
Section nique tout
Lève ton poing pour la révolution et nique tout“ (Fonky Family, Sans Rémission)
„Nicht bemitleiden, nicht auslachen, nicht verabscheuen, sondern verstehen!“ (Pierre Bourdieu)
Die Banlieue-Serie (Teil 9)

Der neunte Teil der Serie über die Banlieues, die Slums, die Villas Miseria und die Shantytowns der Welt ist in der WOZ erschienen. Bisher erschienen Reportagen aus Marseille (als Kommentar angefügt), Bombay (WOZ Nr. 18/07), Buenos Aires (24/07), Istanbul (26/07), Nairobi (36/07), Berlin (40/07), Peking (43/07) und Sevilla (46/07). (mehr…)
„Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!“ (B. Brecht)
Dieser Blog soll Aktualitäten, Diskussionen, Bilder usw. rund ums Thema Banlieue zum Inhalt haben. Dabei sind nicht nur die Vorstädte Frankreichs gemeint…
Banlieue (wörtlich Bannmeile, von lateinisch bannum leucae). Historisch entstand die Bezeichnung für den Bereich von einer Meile um die Stadt, der noch der städtischen Gerichtsbarkeit unterstand. Im heutigen Wortgebrauch bezeichnet die Banlieue Randbereiche grösserer Städte, die meist soziale Brennpunkte darstellen.
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